[nggallery id=11] Laut Wikipedia steht hinter dem Namen Anonymous eine nicht genauer spezifizierbare Interessengemeinschaft, welche als zeitweilige Zugehörige der Anonymous-Community Aktionen für ein Internet ohne Zensur eintreten. Ursprünglich hatte die Gruppe seine Aktivitäten begonnen, um gegen die Internet-Löschung eines Tom Cruise Videos durch Scientology vorzugehen (s. dazu Tagesschau vom 14.04.08).
Aufgrund des aggressiven Vorgehens von Scientology formierte sich im Januar 2008 per Internet Widerstand, der sich in Form einer organisierten Denial-of-Service Attacke (DDos) gegen den Webserver der umstrittenen Glaubensgemeinschaft richtete. Nachdem dieser bis zum einstündigen Serverausfall mit Datei- und Serveraufrufen überbelastet wurde, folgten reale Proteste vor Scientology-Zentren von so genannten Anons – den Zugehörigen von Anonymous
Neuausrichtung als Internet-Soldaten?
Ähnliches wie bei Scientology geschah nun vergangenen Mittwoch mit der Website des australischen Premierministers Kevin Rudd, der auf diesem Wege angehalten wurde, die unter seiner Amtsphase implementierten Internetsperren abzuschalten. In einer auf Youtube veröffentlichten Drohbotschaft wurde zudem der Rücktritt des derzeitigen australischen ITK-Ministers gefordert.
Neu an der blechern klingenden Youtube-Botschaft ist die Bezeichnung der Anons als Soldaten, die gegen Tierquäler und Pädophile, sowie gegen politische und religiöse Führer auf der ganzen Welt kämpfen werden. Das würde für eine Radikalisierung der Interessengemeinschaft sprechen. Betrachtet man jedoch (bspw. im Defacement-Archiv von Zone-H), welche Websites angegriffen wurden, so zeigt sich, dass vor allem die Selbstdarstellung von Regierungen Ziel einer Attacke sind (und nicht nur der australischen). Dieses Vorgehen würde mehr für eine Art Internet-Sport als eine konzentrierte Aktion sprechen.
Doch bekennt sich Anonymous jetzt zu solcherlei Attacken, bzw. distanziert sich nicht von den neuen Forderungen, wäre ihre ursprüngliche Botschaft verloren: Nämlich die, sich gegen Internetzensur vor allem durch Scientollogy einzusetzen. Im Gegenteil besteht die Gefahr, dass sich ein Teil der Anons zu einer Art schwarzen Block formiert hat, der am Rande ernst gemeinter Versuche pro informationeller Selbstbestimmung auf Randale aus ist.
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Lustig, ich hätte garnicht gedacht das das *wirklich* so funktioniert. Komische Welt.
Ich merke gerade das ich diesen Blog deutlich öfter lesen sollte- da kommt man echt auf Ideen.
An sich n cooler post, aber kannst beim nächsten mal n bisschen detailierter sein?
Nikolaus Köln
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