[nggallery id=15] Griechenland hinkt in der Nutzung des Internets im europäischen Vergleich hinterher. Das ist wenig erstaunlich, hielten 2005 noch 7 von 10 Griechen das Internet für nutzlos und konnten nur wenig Benefits aus dem WWW ziehen. Und auch 2008 sagen 30 Prozent der Nicht-Internetnutzer, dass sie das Netz nicht interessiere; weitere 27 Prozent sehen in fehlenden Fähigkeiten den Grund.
Laut des Datenmaterials von Eurostat, dem Statistischen Amt der EU, hatten 2008 in Griechenland nur 31 Prozent aller Haushalte einen Internetzugang (wobei in der Wikipedia schon für das Jahr 2007 33 Prozent angegeben werden und die Internationale Telekommunikationsunion von fast 40 Prozent spricht).
Welchen Zahl nun auch stimmen mag, im europäischen Vergleich haben durchschnittlich 56 Prozent aller Haushalte einen Internetzugang, so dass Griechenland zusammen mit Bulgarien (25 Prozent) und Rumänien (30 Prozent) die geringste Zugangsquote besitzt (die nordeuropäischen Länder haben die höchste). Das bedeutet eine magere Steigerung von nur 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch die Zugangsart hat sich immerhin etwas verbessert, denn die Zahl der Breitbandzugänge wurde verdreifacht (auf 21 Prozent), so dass 67 Prozent der Haushalte den schnellen Zugang zur Verfügung haben.
Die geringe Internetnutzung mag zum Teil an den horrenden Kosten liegen, die griechische TK-Anbieter ihren Kunden aufzwingen (2005 kostete eine 1024 kbps Verbindung noch um die 150 Euro im Monat – wobei die Mehrwertsteuer nicht im Preis enthalten war).
Internetnutzung
Auffällig ist hier, dass es große Unterschiede nach Geschlecht gibt: Nur halb so viele Frauen als Männer gehen ins Netz. Dabei nutzt größte Teil griechischer Haushalte das Internet für das Lesen von Nachrichten in Zeitungen und Zeitschriften. Tourismus- und Reiseinformationen sind die zweithäufigste Nutzungsquelle.
Betrachtet man hier Altersunterschiede, so ist die jüngste Gruppe (zwischen 16 und 24 Jahren) am aktivsten. Je älter die Untersuchungsgruppe wird, umso geringer ist die Internetnutzung, so dass lediglich 2,3 Prozent der über 65-jährigen ins Internet gehen.
Internetsperren
In Griechenland werden nur sehr wenige Seiten im Internet gesperrt. Das mag zum Teil an dem ungenügenden Ausbau der IKT (Internet- und Kommunikationstechnologien) generell, wie auch den nur rudimentär ausgebauten staatlichen IKT-Einrichtungen liegen. Auf jeden Fall liegt Griechenland im weltweiten Polizeistaat-Ranking auf Platz 28 (von insgesamt 52 untersuchten Nationen). Deutschland belegt hier bereits Platz 10 und China und Nordkorea – wen wundert`s – bilden die Spitze.


