Wenn Inhalte veröffentlicht werden, doch niemand kann sie finden, existieren diese Inhalte dann überhaupt?
Das ist Tagging
Eine Möglichkeit um seine Inhalte im Internet möglichst Vielen und möglichst einfach zugänglich zu machen, liegt (neben dem klassischen SEO – Search Engine Optimization) im richtigen Tagging. Unter Tagging versteht man im Web die freie Verschlagwortung von Inhalten nach nicht vorgegebenen Deskriptoren (Schlagwörtern).
Im Gegensatz zu vorgegebenen Bezeichnungen, die zur Indexierung (inhaltlichen Beschreibung) eines Objektes bzw. eines Inhaltes dienen, werden Tags frei durch einen Nutzer pro Seite bzw. pro Inhalt vergeben und können sich auch auf übergeordnete Kategorien beziehen. Auf diese Weise beschreiben Tags wie ein Etikett den Inhalt. Angefangen hat die Verschlagwortung von Inhalten bei Fotodatenbanken, die auf diese Weise zielgerichtet durchsucht werden konnten. Heute kann eine Verschlagwortung automatisch erfolgen (Indexierung in Suchmaschinen nach bestimmten Algorithmen) oder manuell abgestimmt werden (freie Verschlagwortung bzw. Social Tagging).
Tagcloud
Immer beliebter werden Tagclouds. Dabei handelt es sich um eine visuelle Darstellung von Schlagwörtern in Form einer Wolke. Je häufiger ein Tag gesetzt wird, umso gewichtiger ist es und umso größer wird dieses Tag in der Tagcloud angezeigt. Damit können gleich zwei Ordnungsdimensionen dargestellt werden: eine alphabetische und eine nach Gewichtung. Tagclouds finden sich besonders häufig in Web 2.0-Anwendungen wie Web-Blogs, Fotodatenbanken (bspw. Flickr) oder Social Bookmarks (bspw. delicious).
Die wohl bekannteste Tagcloud ist Tim O`Reillys Tagcloud über das Web 2.0. (s. Eingangsbild). Auch Präsident Barack Obama hat in seinem Präsidentschaftswahlkampf (s. Social Media Toolkit) viel mit Tagging und Tagclouds gearbeitet, um potentielle Wähler und Interessierte gezielt zu weiteren seiner Themen zu leiten. Um kritische Inhalte zu „verstecken“, bzw. eigene, positive Inhalte zu fördern, wurde als Reaktion bspw. auf ein kritisches Youtube-Video der Gegenpartei vom Obama-Team eine pro Obama Video-Antwort gepostet, die mit denselben Tags wie das kritische Video versehen war. Bei Suchanfragen wurde nun auch die pro Obama-Antwort gelistet, die darüber hinaus zu weiteren positiven Ergebnissen führte.
Social Tagging
Social Tagging (in Englisch auch collaborative tagging genannt) ist ebenfalls eine Form der freien Verschlagwortung, bei der jedoch Nutzer gemeinsam Inhalte nach Schlagwörtern einordnen. Dies erfolgt mittels sozialer Software und folgt keinen bestimmten Regeln.
Die so entstandenen Schlagwortsammlungen nennt man Folksonomien (Folksonomy) So werden bspw. Social Bookmarks gemeinschaftlich durch Nutzer generiert. So genannte Social Bookmark Networks können neben dem Sammeln von Links, Nachrichten- oder Blog-Meldungen auch für Podcasts oder Videos verwendet werden. Als deutsche Dienste wären hier Mr Wong, Linkarena oder oneview zu nennen. Und Morgen erfahren Sie, wie man richtig tagged …



[...] von Inhalten im Internet, der manuell oder automatisiert erfolgen kann (weitere Informationen zu „Das ist Tagging“ aus dem gestrigen Blog). Tags sind auch die Meta-Daten, welche in die Suchmaschinen aufgenommen [...]
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