Schlaue Schweden …. IKEA goes SocialMedia

19.11 2009

Der schwedische Möbelhersteller IKEA ist für viele innovative Ideen bekannt: Frühzeitig wurde Kinderbetreuung angeboten, die Familien können schon lange von einer Family-Card profitieren, die Chefs sitzen in Großraumbüros (damit "die oben" nicht den Anschluss an "die unten" verlieren) und nicht zuletzt hat IKEA das Du bei der Kundenansprache durchgesetzt („Wohnst du noch oder lebst du schon?“).

IKEA verbinden wir mit freundlichem Service, günstigen Möbeln in allen Farben, Hot Dogs zum selber belegen und dem Kinderüberraschungsprinzip (ein Mal zusammen und nie mehr auseinander). Nun hat IKEA Social Media für sich entdeckt – und so ergiebig genutzt, wie kaum eine andere Marke.

Ausgangspunkt war das weltgrößte soziale Netzwerk, Facebook. Gesucht wurde ein Weg, wie der Store in Malmö über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht werden kann und zwar so, dass sich dies wie eine Welle ausbreitet. Gefunden wurde Facebook. Ohne sich irgendwelche Applikationen schreiben zu lassen hat IKEA einfach das genommen, was Facebook schon lange anbietet: Ein Profil, den Foto-Upload und die Markierfunktion für Fotos.

Kurzerhand wurde dem Malmöer Store-Manager Gordon Gustavsson ein Profil eingerichtet und 12 Showroom-Bilder hochgeladen. Hinzu kam eine ebenso einfache wie geniale Idee: Jeder, der als erstes auf den Bildern ein Möbelstück mit seinem Namen markiert hatte, bekam es geschenkt.

Tausende erfuhren davon.

Weil die Leute es auf ihrem Facebook-Profil veröffentlichten. Weil sie auf Facebook den IKEA-Newsletter abonniert hatten. Weil die Showroom-Bilder verlinkt wurden …

Anstatt unpersönliche Werbung auf Facebook zu schalten, hat IKEA es geschafft, seine Kunden direkt in die Marketingaktion mit ein zu beziehen.

Total viral.

3 Responses to “Schlaue Schweden …. IKEA goes SocialMedia”

  1. [...] Sehr verkürzt gesagt handelt es sich darum, Mundpropaganda effektiv zu nutzen, bzw. User Generated Content-Sites dafür einzusetzen, die eigene Webpräsenz zu erweitern, wodurch die Conversion Rate direkt erhöht wird. Und zwar messbar (im Gegensatz zu klassischen Medienkampagnen, die empirisch so gut wie nicht erfasst werden können). Voraussetzung für die Umsetzung einer professionellen Online-Marketing Strategie ist, man vertraut sowohl auf sich, dass heißt auf seine Marke, als auch auf die Verantwortungsfähigkeit seiner Kunden. Dann sollte man nicht nur gewillt sein, sich einer ehrlichen Auseinandersetzung zu stellen, sondern vor allem guten Content bieten. Das wiederum bedeutet, keine allmächtigen Werbeslogans zu liefern, sondern interessante Informationen rund um die Marke. Darüber hinaus sollten Nutzer markenbezogener Social Media Plattformen Benefits zur Verfügung gestellt werden, wie bspw. es Ikea über Facebook getan hat. [...]

  2. [...] die eigene Reputation (s. Nestlé), aber auch zu großen Erfolgen führen kann (s. Ikea Store Malmö). Gerade die Marketing-Maßnahmen von Ikea über Facebook sind ein ganz gutes Beispiel, [...]

  3. Read was interesting, stay in touch……

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