Lang angekündigt und heiß begehrt waren und sind Einladungen zum neuen Kommunikationssystem von Google. Google Wave bietet neben internetbasierter Echtzeitkommunikation auch Möglichkeiten der online Zusammenarbeit. Mitentwickler Lars Rasmussen bezeichnet es als "Mischung aus E-Mail, Chatprogramm, Wiki, Blog und Fotoportal" , wodurch eine neue Art der Kommunikation und Online-Zusammenarbeit möglich wäre.
Warum Welle?
Der Name veranschaulicht schön, was mit Google Wave erreicht werden soll. Innerhalb der Anwendung kann eine Welle verursacht werden, indem man zu einer Konversation (aus den E-Mails, Dokumenten, aus dem Chat, Wiki, etc.) Benutzer zur Mitarbeit einlädt, so dass diese an dem Wellen-Thema mitarbeiten können. Natürlich gleichzeitig und in Echtzeit.
Soweit, so gut …
Seit September kann Google Wave nun gestestet werden, jedoch nur auf Einladung, so dass der Andrang entsprechend groß war. Nachdem jedoch namhafte Internet-Größen wie Paul Bucheit, Erfinder von Google Gmail und des Google AdSense Prototypen, sich bislang ausgespart hatten, blieb der erwartete Hype aus. Aber Paul Bucheit musste nun doch ran (s. TechCrunch: Gmail Creator Thinks Email Will Last Forever. And Hasn`t Tried Google Wave).
Das Urteil
Paul Bucheit, soviel ist sicher, glaubt nach dem Test des neuen online Kommunikationssystems nicht an den Untergang der "klassischen" E-Mail. Obwohl er findet, dass die Idee, die dahinter steckt, interessant sein könnte, sieht er (wie viele andere) nicht, was Google Wave derzeit an Vorteilen bringen würde und wie es in seinem Arbeitsalltag für Entlastung sorgen könnte.
Share-Funktionen für die Echtzeit-Zusammenarbeit bietet bereits Google Docs, so dass Wave ihm wie eine Kollaboration aus diesem Programm und Gmail anmutet. Auch erscheint es ihm als problematisch, dass nicht-lineare Konversationen schnell unverständlich werden.
Es sind also noch einige Feinabstimmungen notwendig, bevor Google Wave andere Kommunikationstools ersetzen kann. Für die Zukunft sei es sinnvoll, Google Wave in Google Gmail zu integrieren. Auf diese Weise würde Google Wave eine riesige Nutzerbasis bekommen und man könnte sowohl E-Mails auf HTML-Basis, quasi als Flaute, verschicken oder zur Zusammenarbeit eine Welle erzeugen.




