Noch eine Sache und dann sind wir Mal weg …

23.12 2009

Hin und weg sind Rage against the Machine, welche die übliche Chartsmonotonie im vorweihnachtlichen Großbritannien durcheinander gebracht haben.

Normalerweise führt die Charts zur Weihnachtszeit der oder die Gewinnerin der britischen Talent-Castingshow "The X-Factor" an. Ausgewählt und produziert von Mitmoderator, Film- und Musikproduzent Simon Cowell. Dieses Jahr sollte Joe McElderrys Coverversion von "The Climb" Platz eins belegen.

Doch Musikliebhaber der anderen Art hatten keine Lust auf verkommerzialisierten Weihnachtsmainstream. Und starteten eine massive Social Media Kampagne, mit der sie die britischen Superstars eigentlich nur ärgern wollten. Die Graswurzelbewegung wurde über Facebook initiiert, wo alle dazu aufgefordert wurden, den 17 Jahre alten Hit "Killing in the Name" aus dem Internet herunterzuladen und damit zu verhindern, dass ein weiterer X-Factor die Charts einnimmt. Den ersten Anstoß dazu gaben John und Tracy Morter, welche die Gruppe RAGE AGAINST THE MACHINE FOR CHRISTMAS NO.1 gründeten, die nun knapp 1 Million Mitglieder hat. Und das wirkte. Mit 500.000 zu 450.000 Downloads verkündete die BBC am vergangenen Wochehende Rage against the Machine als Gewinner des Kampfes um Platz eins der britischen Weinhachtscharts.

Von den unerwarteten Einnahmen spendet Rage against the Machine einen Großteil einer britischen Hilfsorganisation für Obdachlose und hat zudem angekündigt im nächsten Jahr ein Gratis-Konzert für ihre britischen Unterstützer zu geben.

Die Social Media Kampagne zeigt, dass mit der richtigen Kampagne über die sozialen Netzwerke eine ungeheure Dynamik losgetreten werden kann. Und auch wenn die Kampagne keinen eindeutigen politischen Hintergrund hatte, so veranschaulicht sie zudem, dass die Menschen ganz entgegen der Annahme, keiner wolle sich mehr für etwas einsetzen und jeder schaue nur noch auf sich, eben doch über ihren Tellerrand schauen. Nur sehen heutige Manifestationen der Meinungsäußerung und des guten Geschmackt eben anders aus. 

 

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Da Morgen die heiß ersehnten Feiertage beginnen, haben wir hier für die, welche noch keine Gelegenheit hatten, sich weihnachtlich einzustimmen, einen absoluten Klassiker. Viel Spaß.

 

Übrigens: Wer Drei Nüsse für Aschenbrödel sehen möchte, hier sind die Sendetermine über die Feiertage. 

  • Do 24.12.2009 WDR 14:35 Uhr
  • Do 24.12.2009 RBB 21:15 Uhr
  • Fr 25.12.2009 ARD 11:00 Uhr
  • Fr 25.12.2009 SF1 13:10 Uhr
  • Sa 26.12.2009 RBB 09:00 Uhr
  • Sa 26.12.2009 SWR 10:45 Uhr
  • Sa 26.12.2009 NDR 11:35 Uhr
  • Sa 26.12.2009 MDR 12:45 Uhr
  • So 27.12.2009 MDR 06:15 Uhr
  • So 27.12.2009 BR 08:50 Uhr

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