Es gibt derzeit mehr als 1.6 Millionen Fanseiten auf Facebook (auf Platz 1 ist übrigens seit Wochen Michael Jackson mit mehr als 10.5 Millionen Fans). Von diesen Fanseiten gehören etwa 700.000 Unternehmen. Zusammengenommen haben alle Fanseiten auf Facebook 5.3 Milliarden Fans.
Das zeigt deutlich, dass die Menschen Facebook nicht nur als privates Kommunikationstool verwenden, sondern dass sie hier wie im „realen Leben“ allen Interessen frönen. Sie engagieren sich gesellschaftlich (sehr anschaulich dafür sind die seit dem Erdbeben in Haiti entstandenen Seiten) und politisch (Barack Obama belegt mit 7.2 Millionen Fans Platz drei unter den Fanseiten). Sie nehmen jeden Monat an mehr als 3.5 Millionen unterschiedlichsten Veranstaltungen teil und werden im Monat durchschnittlich von zwei Seiten Fan.
Fanseiten in Facebook
Mit der Möglichkeit, Fanseiten in Facebook aufzubauen, reagierten die Betreiber des weltweit größten sozialen Netzwerkes auf zwei ganz konkrete Anforderungen: Nutzer wollten einerseits mit geschätzten Marken, Idolen oder Organisationen in Kontakt treten und andererseits Freunden vermitteln, wo eigene Interessen liegen.
Unternehmen erhöhen mit der Einrichtung einer Facebook-Fanseite zunächst ihre Sichtbarkeit und damit ihre Reichweite im Internet. Denn die Inhalte von Fanseiten werden von Suchmaschinen erfasst, so dass über die Fanseite eine Menge Traffic generiert werden kann. Dabei dient die Fanseite meist als zusätzliche Präsenz neben der Unternehmenswebsite und – falls vorhanden – dem Unternehmensblog. Doch im Gegensatz zum Webblog, der zwar als RSS-Feed abonniert werden kann, ist bei der Fanseite die Kommunikation über die Kommentar-Funktion in der Regel direkter und schneller. Außerdem können Blogeinträge automatisiert in die Fanseite einfließen, wodurch die Fanseite regelmäßige und interessante Inhalte erhält.
Prinzipiell haben Fanseiten zwei Pinnwände („Walls“), welche unterhalb des Feldes für die Statusupdates ausgewählt werden können. Eine ist dem Unternehmen bzw. der Organisation oder Person vorbehalten, welche die Fanseite führt. Die zweite Pinnwand ist für die Fans gedacht, die hier ihre Belange ansprechen können.
>> Hier gelangt man auf Facebook zur Erstellung einer Fanseite
>> Hier liegt eine detaillierte Anleitung dazu, wie man in 10 Schritten seine Fanpage perfekt einrichtet.
Gruppen in Facebook
Gruppen repräsentieren in Facebook in der Regel einen geschlossenen Bereich. Im Gegensatz zu Fanseiten, denen prinzipiell jeder angemeldete Nutzer beitreten kann, liegt es am Administrator einer Gruppe, ob er diese nur Mitgliedern zugänglich macht. Der Beitritt ist nur dann möglich, wenn entweder einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt wird oder man in die Gruppe eingeladen wird. Doch Gruppen können auch als offener Bereich gestaltet werden, wodurch ein Beitritt unbeschränkt allen Facebook-Nutzern zur Verfügung steht.
Wählt der Administrator einer Gruppe eine dieser beiden Einstellungen, wird die Gruppe bei einer Suchanfrage in Facebook erfasst und jeder kann die Gruppenbeschreibung lesen. Anders verhält sich das, wird eine Gruppe als „geheim“ deklariert. Dann wird diese Gruppe weder von Suchanfragen innerhalb von Facebook erfasst, noch taucht die Gruppe in den Profilen der Gruppenmitglieder auf. Was Suchanfragen über Suchmaschinen betrifft, so werden Facebook-Gruppen nicht erfasst; egal ob es sich um offene oder geschlossene Gruppen handelt.
>> Hier gelang man auf Facebook zur Erstellung einer Gruppe
Gruppe oder Fanseite – was erfüllt welchen Zweck?
Aufgrund der Sicherheitseinstellungen sind Gruppen mehr auf die persönliche Interaktion ausgerichtet. Erkenntlich wird dies u. a. an der Nennung eines Administrators und - falls vorhanden – von Moderatoren, an die sich Mitglieder im Zweifelsfall direkt wenden können. Dieser Umstand macht Gruppen etwas privater als Fanseiten. Darüber hinaus sind für geschlossene und geheime Gruppen einige Kontrollmöglichkeiten über die Mitglieder gegeben (Zugangskriterien), die bei einer Fanseite fehlen. Fanseiten können nur lokal und altersmäßig beschränkt werden.
Für Gruppen unter 5.000 Mitgliedern gibt es das Feature, allen eine E-Mail zu schicken, die dann im Facebook Postfach erscheint. Administratoren von Fanseiten können jedoch Updates generieren, die bei den Fans in ihrer Inbox erscheinen. Generell gibt es für Fanseiten keine Beschränkung bezüglich der Größe der Fangemeinde und nur hier besteht die Möglichkeit, spezielle Applikationen zu integrieren.
Veranstaltungen können sowohl für Gruppen als auch für Fanseiten generiert werden; ebenso kann auf beiden Seiten Werbung geschalten werden. Jedoch sind so genannte „social ads“ nur bei Fanseiten möglich. Das bezieht sich auf Vorschläge (Einblendungen von Facebook auf der rechten Seite im Profil), in denen ein Nutzer dazu aufgefordert wird, einer Fanseite, bei der ein Freund Fan ist, ebenfalls beizutreten.
Fazit
Gruppen entsprechen mehr realen Clubs außerhalb von Facebook. Sie richten sich an eine bestimmte Mitgliedergemeinde und beinhalten mehr Einstellungs- bzw. Administrationsmöglichkeiten. Gruppen kommen zahlenmäßig bezogen auf ihre Mitglieder auch nicht an die Größe der Fanseiten heran. Das ist ein Kriterium dafür, warum für Unternehmen, Organisationen, wichtige Persönlichkeiten oder sonstige Berühmtheiten Fanseiten besser geeignet sind.




[...] This post was mentioned on Twitter by MediaCluster GmbH, Tobias Reiff. Tobias Reiff said: Facebook-Fanseite oder -Gruppenseite – was eignet sich besser für welchen Zweck? http://ow.ly/16lpx9 [...]
Eine aktuelle Gegenüberstellung Facebook Fanseite vs Facebook Gruppe habe ich in meinem Blog zusammengestellt:
http://www.thomashutter.com/index.php/2010/02/facebook-fanseite-oder-gruppe/