Social Media Optimization (SMO) – die Königsdisziplin der Suchmaschinenoptimierung (SEO)

31.03 2010

Alles im Leben ist Suche – nach dem richtigen Beruf, einem passenden Partner, intellektueller Ansprache, verlässlichen Freunden, dem besten Rezept für Apfelkuchen und der nützlichsten iPhone App. Sie ist unser ständiger Begleiter; mit ihr fängt alles an.

Auch im Internet fängt alles mit der Suche an. Und als Unternehmen ist es von großer Bedeutung, dass man ganz vorne mit dabei ist. Nicht nur bei Suchanfragen in Suchmaschinen, sondern auch im Social Web, dem Internet der Prosumenten.

SEO – Suchmaschinenmarketing im traditionellen Web

Das Rezept für professionelles Suchmaschinenmarketing (OnPage und OffPage) ist ganz einfach: die richtigen Schlagwörter finden, Adwords kaufen und inhaltsbezogene Anzeigen schalten (Adsense). Hinzu kommen die Relevanzsteigerung von Links durch Verweise auf themenbezogene Inhalte sowie Link Baiting. Wenn man nun einwandfrei gearbeitet hat, folgt der Erfolg aus der verbesserten Suchmaschinenposition quasi automatisch:

SMO – Social Media Optimization im Social Web

Auf unserer ewig währenden Suche im WWW bedienen wir uns längst nicht mehr nur traditioneller Suchmechanismen; sprich klassischer Suchmaschinen wie Google, Bing und wie sie alle heißen. Der Trend geht zum Durchforsten von Echtzeitveröffentlichungen (s. Google Real Time Search), von persönlichen Empfehlungen und bedürfnisorientierten Nischenprodukten; schlichtweg: zu Mundpropaganda.

Aber – wo findet man Menschen, die über Produkte reden? Wo stecken die, die sich mit Unternehmen auseinandersetzen? Wo werden Marken kritisiert und gehuldigt?

In den sozialen Netzwerken: Auf Facebook, MySpace, YouTube und Twitter. Hier verbringen immer mehr Menschen immer mehr Zeit. Hier tauschen sie sich aus und engagieren sich. Hier ist der Raum für die virale Verbreitung von Inhalten jeglicher Art – sofern diese Inhalte vorhanden, sichtbar und vernetzt sind.

Doch Vorsicht – in der Welt der Social Media greifen andere Marketing-Mechanismen als beim klassischen SEO. Denn: Sichtbarkeit in Suchmaschinen geht eben nicht automatisch einher mit Sichtbarkeit im Social Web.

Die Königsdisziplin

Der Weg zum Kunden führt über Social Media. Nielsen Media Research hat unlängst für den US-amerikanischen Markt herausgefunden, dass 18 Prozent der Bevölkerung ihre Suche im Internet auf Social Media Sites wie der Wikipedia, auf Blogs oder sozialen Portalen wie Facebook beginnen. Warum? Weil hier Erfahrungswerte transportiert werden. Genau aus diesen Gründen werden Netzwerke wie Facebook oder Twitter über kurz oder lang Hauptadressaten der neuen Suchenden werden. Und erst für weiterführende Informationen wird die Social Media Welt verlassen.

Dieser Wandel beinhaltet für jedes noch so kleine Unternehmen die Chance zu ungeahnter Bekanntheit. Dabei geht es darum, seine Inhalte nach seinen Kunden auszurichten. Was könnte diese an meinen Themen interessieren, was können wir als Marke ihnen bieten und vor allem: Wo?

Womit wir schließlich beim Kern des Social Media Marketings wären, der so definiert werden könnte:

Social Media Marketing ist die intelligente Streuung von Inhalten bzw. von sozialen Objekten und deren Fähigkeit zum Anschluss an die Spitze jeglicher verwandter Suchanfragen (Diskurse). Ziel von Social Media Marketing Maßnahmen ist demnach die Verknüpfung individuell anhängiger Suchanfragen mit sichtbar gemachten sozialen Objekten. Unter sozialen Objekten sind dabei alle Inhalte zu verstehen, welche durch den Einsatz von Social Media generiert werden. Dazu gehören textliche Beiträge ebenso wie Bilder, Videos, Applikationen, Statusbeiträge, Lesezeichen, Tweets, Geotags oder sonstige soziale Beiträge in digitalisierter Form.

Fazit

Während mit Schritt eins, der klassischen Suchmaschinenoptimierung (SEO), eine gesteigerte bzw. verbesserte Sichtbarkeit von Inhalten (Marken, Unternehmen, Organisationen etc.) auf den Suchportalen erreicht wird, schlägt Social Media Optimization (SMO) die wesentlichen Brücken zwischen den sozialen Objekten der Social Media Welt und den individuellen Anfragen auf der Suche nach relevanten Inhalten.

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