Man glaubt es kaum, ob des anhaltenden Wachstums des Mircoblogging-Dienstes Twitter, auch sprechen Nachrichten wie die des 10 Milliardensten versendeten Tweets dagegen, doch scheint es, dass Twitter weder wirklich aktiv noch von Vielen genutzt wird. Obwohl, soviel steht fest, keine andere online Plattform derzeit ein so großes Wachstum wie Twitter verzeichnen kann. Im Vereinten Königreich und den USA schafft es der Microblogging-Dienst sogar unter die Top Ten der am meisten besuchten Websites.
Pro Sekunde werden etwa 580 Kurznachrichten (Tweets) verschickt, was zur stolzen Summe von durchschnittlich 5 Millionen Tweets am Tag führt; dieser Tage sogar mehr als 10 Millionen. Auf Gigatweet kann dies eindrücklich verfolgt werden.
Doch eine Studie von Barracuda Labs, ein kalifornisches Internet-Sicherheitsunternehmen, bei der 19 Millionen Twitter Acounts untersucht wurden, sorgt für interessante Erkenntnisse. Im Mittelpunkt des Interesses am Twitterverse stand der durchschnittliche Twitter Nutzer. Grundannahme war, dass ein "echter" Twitterer mindestens zehn Follower hat, selbst mindestens zehn anderen folgt und darüber hinaus mindesten zehn Tweets veröffentlicht hat. Auf Basis dieser Definition können tatsächlich nur 21 Prozent zu den aktiven Twitter Nutzern gezählt werden.
Die wichtigsten Ergebnisse im Detail
Das Resultat der Studie ist wirklich überraschend: Nur 26 Prozent der Twitter Nutzer hatten im Dezember 2009 mindestens Follower, während 40 Prozent zehn oder mehr Twitter Profilen selbst folgten (tatsächlich folgten 51 Prozent sogar weniger als fünf Profilen). Darüber hinaus haben schätzungsweise 34 Prozent der Twitter Nutzer noch nie selbst eine eigene Kurznachricht verfasst und sage und schreibe weitere 73 Prozent weniger als insgesamt zehn.
Daraus lässt sich schließen, dass fast alle Veröffentlichungen auf Twitter von etwa einem Viertel der angemeldeten Nutzer kommen.
Der rote Twitter-Teppich
Den größten Zulauf hatte Twitter in der Zeit zwischen November 2008 und April 2009, als viele Promis den Kurznachrichtendienst entdeckten. In diese "Ära des roten Teppichs", wie sie von Barracuda Lab genannt wird, fällt die Wette von Ashton Kutcher versus CNN um den Millionsten Twitter Follower. Ashton Kutcher hat gewonnen (14. April 2009) und hält mit seinem Account @aplusk mit 4.637.574 Followers immer noch die meisten Follower.
Insgesamt haben 49 Prozent aller Twitter Nutzer in dieser Ära ihr Profil aufgebaut, darunter 48 Profile, die unter den Top 100 hinsichtlich der meisten Follower rangieren.



Ist doch alles nicht ganz überraschend – zeigt aber auch, das Twitter endlich die "Warum-Nische" gefunden hat. Meine These: Twitter wird das nächste mächtige News-Instrument. Twitter-Stream als Ersatz für RSS, abonnieren von Tweets als selektives Auswählen und Zuhören in meinem Themenbereich. Dazu muss ich nicht selber aktiv sein.
Beste Grüße
Karin Tanger
Das erstaunt mich gar nicht. Als ziemlich aktiver Twitterer mit mehr als 7.000 Followern fällt es mir von Monat zu Monat schwerer wirklich aktive Twitterer zu finden. Da ich auch nur deutschsprachige Follower haben will, macht das die Sache noch schwieriger. Beim Durchsuchen der Follower meiner Follower nach Leuten, die wirklich aktiv sind, stelle ich immer wieder fest, dass die Zahlen in diesem Post absolut der Realität entsprechen.
Gruß
Jürgen
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