Internetzensur, überhaupt der Trend von Regierungen inhaltlich das www und darüber hinaus regierungsfeindliche Aktivitäten kontrollieren zu wollen, nimmt weltweit zu. Das belegt die zunehmend harschere Unterdrückung von Oppositionen durch Abhören, Abfangen und Wegsperren bspw. im Iran, in Burma und vielen weiteren vergessenen Ländern. Und je besser die technischen Möglichkeiten werden via Filtersysteme etc., umso mehr werden sie gekauft und angewandt. Auch deutsche Unternehmen wie Nokia Siemens machen ihren Umsatz mit der technischen Ausstattung diktatorischer Unterdrücker.
Internetzensur weltweit
Laut dem Zensurbericht von woorkup.com (s. Grafik unten) leiden 1.72 Milliarden Menschen oder 25.3 Prozent der Weltbevölkerung unter Zensur im Internet. Dabei gehen sie von einer Weltbevölkerung von 6.78 Milliarden Menschen aus.

Internetnutzer weltweit
Internetworldstats.com, eine Website die zuverlässiges Datenmaterial von der Nielsen Company erhält, geht von insgesamt 1.802 Milliarden Internetnutzern weltweit aus, bei einer globalen Gesamtpopulation von 6.767 Milliarden Menschen. Damit entspricht der Anteil an Internetnutzern etwa 26.6 Prozent (Stand Dezember 2009).
Vergleicht man nun die Gesamtzahl der Internetnutzer mit der Anzahl derjenigen, die an massiver Internetzensur leidenden, so haben lediglich 4,7 Prozent der Internetnutzer weltweit freien Zugang zum Internet.
Würde man nun noch die ganzen Länder dazurechnen, die in der Darstellung von woorkup.com nicht eingerechnet wurden, da keine Zahlen vorlagen (Länder wie Belarus, Marokko oder Bahrain), dann wären so gut wie keine von Zensur befreiten Länder auf der Weltkarte mehr vorhanden. Doch diese sieht laut Wikipedia so aus:

Zudem fehlen in der Zensur-Statistis von woorkup.com auch Länder wie Dänemark oder Australien, von wo aus es keinen Zugang zu Seiten wie bspw. wikileaks gibt oder kinderpornografische Seiten per Filtersoftware identifiziert und anschließend gesperrt werden (was ungefähr so ist, wie wenn man ein Verbrechen sieht und ein schwarzes Tuch drüber wirft, damit es weg ist), worunter letztendlich auch ganz normale Unternehmen zu leiden haben. Die Begründung hierfür ist, dass Internet-Zensur hier nicht signifikant und durchdringend sei.


