Facebook Places – wie man es einstellt, deaktiviert und per Android nutzt

20.08 2010

Facebook Places

Update 5. Oktober 2010

Seit heute gibt es "Facebook Orte" in Deutschland (nach den USA, GB und der Schweiz). Wer also ein Smartphone hat bzw. ein HTML5 fähiges Gerät besitzt, der kann den ortsbezogene Dienst nun nutzen. Laut heise.de soll es zwar per Android noch nicht möglich sein, doch hier haben wir den Gegenbeweis (wird der Tropfen hinter dem Post "What's on your mind?" angezeigt, kann man Places aktivieren).

Facebook Orte Android

Facebook Orte Android

Einstellungen der Ortsangaben

Wenn man das erste Mal eincheckt, kann man in der Rubrik "Personen, die jetzt hier sind" Freunde angeben. Wer die Funktion, dass Freunde den eigenen Aufenthaltsort preisgeben können, deaktivieren möchte, sprich, wer verhindern will, dass man unter den Freunden, die zur selben Zeit am selben Ort sind, auftaucht, der muss seine Privatsphäreeinstellungen auf Facebook ändern. Angezeigt wird man jedoch nur dann, wenn man selbst zuvor an diesem Ort eingecheckt hat.

Wer das nicht möchte: Bitte unter "Allgemeine Informationen" die "Benutzerdefinierten Einstellungen" aufrufen.  Hier ist standardmäßig ein Häkchen gesetzt bei dem Punkt, "Mich im "Personen, die jetzt hier sind-Abschnitt anzeigen, …". Diese Häkchen entfernen. 

Komplett deaktiviert wird der Dienst, indem man im Menüpunkt oberhalb, "Orte, die ich besuche" die Einstellung "Nur ich" wählt, bzw. einfach nirgends eincheckt. Über diesen Menüpunkt kann man bei Nutzung von "Facebook Orte" zugleich regeln, wer die ortsbezogenen Informationen alles sehen darf: Alle Facebook Nutzer, Freunde von Freunden, nur Freunde oder benutzerdefinierte Listen von Freunden.

FB Orte

Weitere Einstellungen findet man über die Startseite, indem man hier die Anwendungen aufruft (rechter Hand). Hier werden zwei verwendete Anwendungen angezeigt und darunter kann man "Mehr" aufrufen. Unter der Gesamtliste der eigenen Anwendungen findet man nun den Link "Um festzulegen, wie deine Freunde deine neuste Aktivität sehen können, klicke hier". Klickt man also hier, gelangt man (endlich) zur Seite "Anwendungen, Spiele und Webseiten".

FB Orte Einstellungen

Im Menüpunkt "Informationen, die durch deine Freunde zugänglich sind" bezieht sich "Orte, die ich besuche" ebenfalls auf den Dienst. Entfernt man das Häkchen, können Anwendungen von Freunden nicht auf persönliche Ortsinformationen zugreifen.

So weit, so gut – und hier der ehemalige Artikel zu Facebook Places.

Geolokalisierende Dienste

Geolokalisierende Dienste befinden sich bereits seit einem Jahr auf dem Vormarsch. Kaum ein Mittagessen, an dem Kollegen nicht fieberhaft an Hotspots in Gowalla nach Items suchen oder sich in Foursquare darum bemühen, endlich Bürgermeister zu werden. Für alle diejenigen, die diesen Satz nicht verstanden haben: Bei Gowalla handelt es sich ebenso wie bei Foursquare um einen prominenten geolokalisierenden Social Networking Service, den man über sein Smartphone nutzen kann. Durch Einchecken in einen Hotspot, bspw. „Rosensteinpark Stuttgart„, teilt man anderen nicht nur geografisch seinen Aufenthaltsort mit, sondern auch den jeweiligen Platz, der je nach Art (Park, Restaurant, Museum etc.) mit einem anderen Icon dargestellt wird. Darüber hinaus bieten mobile geolokalisierende Dienste  neben weiteren Gimmicks vor allem einen Facebook Connect, so dass der Check-In in einen Hotspot sofort auf dem Facebook Profil veröffentlicht werden kann.

foursquare

Facebook Places – A New Star Is Born

Am 18 August kam die Meldung über Facebook, dass es in Kürze einen eigenen mobilen Dienst geben wird, über den man seinen Freunden innerhalb von Facebook seinen gegenwärtigen Aufenthaltsort mitteilen kann. Facebook Places ist als mobiler Dienst zwar bisher nur in den USA verfügbar, doch soll die Umsetzung in anderen Ländern nicht mehr lange auf sich warten lassen. 

Innerhalb von Facebook Places werden über HTML5 Geoinformationen vom Endgerät übertragen, so dass der Nutzer auf einen neuen Places Tab weitergeleitet wird. Die Check-Ins werden in der mobilen Version per iPhone App aufgerufen, während Besitzer anderer Smartphones dazu die URL touch.facebook.com nutzen, denn die Facebook App für Android unterstützt Places noch nicht.

Gewohntes Vorgehen

Wer Gowalla oder Foursquare bereits nutzt oder zu den Early Adoptern gehört und bereits mit Brightkite Erfahrungen hat, kennt die Funktionalitäten zu genüge: Über den Check-In werden in der Places Applikation eine Reihe von Plätzen und Gebäuden in unmittelbarer Umgebung angeboten, so dass man nach getroffener Auswahl auf seinem Profil seinen gegenwärtigen Standpunkt mitteilen kann. Dies kann wahlweise mit einer Nachricht, zugehörigen Freunden oder einem Photo veröffentlicht werden. Quasi als „Freunde Finder“ dient die Funktion „People Here Now“ durch die man sich Freunde, die sich am selben Ort befinden, anzeigen lassen kann. Und wer darauf keinen Bock hat, der macht sich einfach unsichtbar.

Facebook Places Mobile

Darüber hinaus … ein Traum für Marketing Menschen

Da Gowalla, Foursquare etc. weiterhin auf Facebook genutzt werden können, ist zu erwarten, dass sich der bessere Dienst durchsetzen wird. Viel interessanter ist jedoch die Verknüpfung von Tracking und Marketing, die Facebook Places im Gegensatz zu Gowalla und Foursuare bieten kann, auch wenn derzeit keine Pläne existieren, Werbetreibende in den Dienst einzubinden (“There are currently no plans to add marketing partners to this product. We may consider working with marketers to enhance the experience in the future, but have no plans to do so at launch,”). Denn der aktuelle Standort ist so ziemlich das Wertvollste, was ein Nutzer preisgeben kann.

Facebook Places deutsche Seite

Checkt man bspw. in ein größeres Kaufhaus ein, kann der Nutzer sogleich Angebote der jeweiligen Einzelhändler auf sein Smartphone bekommen. Und mit Facebook Places kann dies – wie fast alles bei Facebook – noch eine Dimension umfangreicher werden: Denn da Nutzer innerhalb von Facebook ihre Interessen und Vorlieben einerseits in den Profilinformationen und andererseits durch ihren Zu- bzw. Beitritt zu Fanseiten und Gruppen, sowie außerhalb von Facebook durch das Klicken des ein oder anderen „Gefält mir“ Buttons klar eingrenzen, können bei einem Check in per Facebook Places natürlich exakt und bedürfnisorientiert Informationen und Angebote eingeblendet werden.

Die Freundin hat in zwei Tagen Geburtstag? Kein Stress mit Geschenken – Facebook weiß, was sie mag: bei Douglas hat es gute Angebote, ebenso gibt es Sonderposten im Breuninger von Calvin Klein und der neuste Teil ihrer Lieblingsserie ist jetzt auf DVD erhältlich und kann im Media Markt im 1. Stock erworben werden. Wem das alles zu viel ist, der jedoch trotzdem Einkaufsstress an Feiertagen vermeiden will, dem bliebt immer noch der Facebook Connect auf amazon – der tut schon und dafür muss man sich nicht Mal aus dem Haus bewegen.

1 Response » to “Facebook Places – wie man es einstellt, deaktiviert und per Android nutzt”

  1. [...] die Spürhunde um Mister X können sich nun polizeiliche Fahnder fühlen, mit dem ortsbezogenen Dienst Facebook Places. Nur muss sich ihre Suche nicht notgedrungen auf London bzw. Europa begrenzen, denn der [...]

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