Umdenken in der ITK-Branche – klassische Werbung reicht nicht aus,ein Social Media Mix muss es sein

15.11 2010

Die IT- und Telekommunikationsbranche ist eine werbe-intensive. Und eine kommunikationsfähige. Das bewies eine Studie der Bitkom, dem Sprachrohr der IT-, Telekommunikations- und Neue-Medien-Branche, in welcher die mehr als 1.350 Mitglieder befragt wurden. Gegenstand des Interesses waren Umfang und Verteilung von Werbeinvestitionen, die zunehmend in Social Media fließen.

Noch dominiert die klassische Werbung

Durchschnittlich werden bei ITK-Unternehmen etwa 3 Prozent des jährlichen Umsatzes für das Marketingbudget aufgewendet. Den Löwenanteil mit 36 Prozent verschlingen dabei vorbereitungsintensive Messen, gefolgt von  neun Prozent für Print-Aktivitäten und jeweils sieben Prozent für Maßnahmen im online Marketing sowie im Direktmarketing.

Marketing wird dabei größtenteils über die eigene Website betrieben (98 Prozent), wobei 77 Prozent der Unternehmen zusätzlich in Suchmaschinenmarketing investieren. Die bereits erwähnten Branchenmessen nutzen mit 94 Prozent ebenfalls der größte Teil der deutschen ITK-Unternehmen. Darüber hinaus sind Print-Broschüren mit 92 Prozent immer noch ein beliebtes Mittel zur Erlangung von Kundenaufmerksamkeit; ebenso Direkt-Marketing per E-Mail mit 77 Prozent bzw. per Telefon mit 70 Prozent. Überraschend gering ist der Anteil der Print-Anzeigen, der mit 63 Prozent nur noch unwesentlich höher ausfällt als der Anteil von ITK-Unternehmen, die auch auf Social Media setzen (59 Prozent).

Der Mix macht’s

Im online Marketing ist zwar die Website immer noch das wichtigste Marketinginstrument, doch sind mehr als die Hälfte, nämlich 59 Prozent, der befragten ITK-Unternehmen in Social Media aktiv. Twitter, Facebook und andere soziale Netzwerke und Plattformen nehmen einen zunehmend großen  Stellenwert im Marketing ein. Das sieht auch BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer so: „Communitys und andere soziale Medien werden im Marketing-Mix zunehmend wichtig und schließen zu anderen Werbeformen auf.“

Ob der Marketing-Mix jedoch von Erfolg gekrönt ist, kommt auf die richtige Strategie an. Es ist nicht schwer, sich einen Twitter Account zuzulegen; ebenso unkompliziert ist die Eröffnung einer Facebook Fanpage. Die Kunst liegt darin, Follower bzw. Fans zu bekommen. Das bedeutet, man muss in der Lage sein, die richtigen und wichtige Inhalte zu liefern, so dass Kunden und Verbraucher dran bleiben. Denn der „Gefällt mir nicht mehr“- bzw. Unfollow-Button ist nur einen Klick entfernt.

Ein passendes online Marketing Konzept wird in Zukunft eine noch größere Rolle spielen, denn laut Scheer „wird eine Mehrheit der Unternehmen künftig mehr Geld in Social Media investieren“. Dabei sei es wichtig, den Mitarbeitern bewusst zu machen, wie Social Media genutzt wird bzw. wie man sich auf diversen online Plattformen äußert, so dass diese zur Entwicklung des Unternehmens beitragen können.

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