
In einer Zeit, in der Wikileaks versucht per Internet Transparenz in die Welt zu bringen, in der Journalisten aus Moskau, Aserbaidschan, China, dem Iran, den Philippinen, Ägypten, Kasachstan, und so weiter und so weiter in dem Versuch ihr Leben riskieren, die Welt über Missstände in ihrem Land per WWW aufzuklären, in solchen Zeiten werfen wir das Handtuch und reihen uns langsam aber sicher in die Liste oben genannter Länder mit ein.

www – das world wide web klingt zunächst nach Freiheit. Keine nationalen, kulturellen oder politischen Schranken kennt es (prinzipiell) und jeder kann (theoretisch) darauf zugreifen, denn es ist grenzüberschreitend, multilingual und ebenso multikulturell.
Hört sich alles gut an – entspricht aber bei Weitem nicht den tatsächlichen Gegebenheiten. Denn nur 4,7 Prozent der weltweiten Internetnutzer haben tatsächlich freien Zugang zum Internet. Das heißt im Umkehrschluss, dass 95,7 Prozent unter Internetzensur leiden müssen – ganz schön erschreckend.

Der venezolanische Präsident ist ein Bäumchen wechsel dich. Frei nach dem Motto: “Wenn du es nicht beherrschen kannst, mach es dir zu eigen” startet Hugo Chavez eine Social Media Offensive – obwohl er vor nicht ein Mal drei Monaten noch Twitter als “Werkzeug des Terrors” abgekanzelt hatte und von chinesischer Internetzensur schwärmte.
Seit er selbst mit Twitter-Account und Blog dabei ist, fordert er seine Bevölkerung sogar auf, den Kurznachrichtendienst massiv zu nutzen – um so den „falschen“ Anschuldigungen gegen seine Regierung etwas entgegen zu setzen und natürlich den bösen Währungsspekulanten.
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Wie viele westliche Unternehmen hat sich auch Google jahrelang nicht an den chinesischen Zensurbedingungen gestört.
Aber jetzt schon. Ob wegen der massiven Hackerangriffe der letzten Zeit, den ohnehin geringen Marktanteilen am hiesigen Suchmaschinengeschäft oder aus Menschenliebe spielt eigentlich keine Rolle – Hauptsache es tut sich was in Sachen bürgerlicher Freiheiten im Land der aufgehenden Sonne.
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Am Wochenende gab es für einige Stunden eine mehr als umstrittene Umfrage auf der Social Networking Site Facebook. Hier hatte ein Obama-Basher mittels einer Umfrage App gefragt, ob Barack Obama umgebracht werden sollte.
Die Frage verbreitete sich in kürzester Zeit im Netz und wurde kontrovers diskutiert, da es hier um das heiße Eisen der Zensur geht – wo diese anfangen soll oder ob Jeder Alles sagen darf. Facebook jeden Falls hat die Umfrage von seiner Seite genommen.
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